Menschen mit Beeinträchtigungen sind bei der Teilhabe am kulturellen Leben deutlich benachteiligt. Viele Veranstaltungen finden traditionell am Abend statt. Dann ist aber der Besuch für Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen Gründen oft nicht möglich (gesundheitliche Einschränkungen, fehlendes Personal für die Begleitung etc.). Die meisten Angebote an künstlerischen Veranstaltungen, die am Vor‑ oder frühen Nachmittag stattfinden, sind in der Regel auf ein junges Publikum wie Kinder und Jugendliche zugeschnitten.

 

Mit dem Projekt „Kultur am Mittag“ will der Förderverein House of Life e.V. das nun ändern. Wir möchten die Veranstalter von Opern-, Theateraufführungen und Konzerten in Berlin dazu bewegen, neben den Abendterminen regelmäßig Vor- und Nachmittagsveranstaltungen anzubieten, sei es alternativ oder ergänzend zum laufenden Angebot.

Grundlegende Idee ist dabei, Kulturinteressierten aller Altersgruppen – mit Focus auf Menschen mit Beeinträchtigungen – die Möglichkeit zu geben, am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade bei Menschen, die sich abgehängt und ausgeschlossen fühlen, möchten wir die Partizipationsmöglichkeiten an Musik und Kultur stärken.

 

 

Neben dem direkten Kontakt mit Veranstaltern wollen wir auch angemessene politische Schritte einleiten, um der Angelegenheit bundesweit Gehör zu verschaffen. Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur setzt sich entsprechend den Vorgaben der UN-Behindertenkonvention dafür ein, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlich geförderten Kulturangebot erleichtert wird.

„Dies gelingt nur, wenn die maßgeblichen Akteure in den weitgehend verselbständigten und daher eigenverantwortlich agierenden Einrichtungen entsprechend sensibilisiert sind“, so die Senatsverwaltung.

https://www.berlin.de/sen/kultur/kulturpolitik/kulturelle-teilhabe/barrierefreiheit-in-der-kultur/artikel.32440.php

Dabei sollte es aber nicht allein um die barrierefreie Zugänglichkeit von Gebäuden gehen, sondern auch um das barrierefreie Erleben von Kultur und Kunst in zeitlicher Hinsicht. Hier sind speziell Menschen gemeint, die Abendveranstaltungen nicht besuchen können oder dürfen. Mit diesem Aspekt beschäftigt sich das Projekt von House of Life e.V. „Kultur am Mittag“.

Mitstreiter*innen sind herzlich eingeladen, sich einzubringen.

Bei Interesse schreibt uns bitte eine Mail an: house-of-life@gmx.de

 

Petition:

Im Rahmen des von „Aktion Mensch“ geförderten Projektes Kultur am Mittag – Inklusive Teilhabe! haben wir eine Kampagne begonnen, weil wir ein barrierefreies Programmangebot durch Vor- und Nachmittagsvorstellungen fordern. Die meisten Kulturveranstaltungen (Konzerte, Theater, Opern etc.) finden traditionell am Abend statt. Für Menschen mit Behinderungen ist dann aber der Besuch aus verschiedenen Gründen oft nicht möglich.

Unsere Kampagne besteht aus verschiedenen Bausteinen. Einer davon ist eine Petition, um mehr öffentliche Wirksamkeit zu erzielen. Diese werden wir am Montag, den 28. Oktober, starten. Da unser Appell alle Entscheidungsträger der Kulturwelt betrifft, richten wir ihn an den Deutschen Bühnenverein (als Bundesverband der Theater und Orchester), an den DBKV (als Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft e.V.) und an die Kulturministerkonferenz der Länder (KMK)

Wir bitten die Veranstalter, zusätzlich auch Aufführungen am Vor- und Nachmittag anzubieten. Die Kultusminister der Länder fordern wir auf, ihren politischen Einfluss für dieses Ziel geltend zu machen. Wir berufen uns dabei auf die UN-Behindertenrechtskonvention, welche das Recht von Menschen mit Behinderungen festschreibt, gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzuhaben.

Weitere Details zu unserer Petition auf Change.org/KulturamMittag

Mit dem Unterzeichnen dieser Petition unterstützt ihr uns dabei und gibt uns eine noch lautere Stimme.

Einfach auf Change.org/KulturamMittag gehen und auf Petition unterschreiben klicken.

Bitte helft uns teilt die Petition mir euren Freunden, Bekannten und der Familie.