14 Jahre lang unermüdliches Engagement und Beharrlichkeit!

Eine Vielfalt an Projekten, die den Austausch und das Zusammenleben im Kiez lebenswerter machten, konnte der Förderverein in den letzten 14 Jahren auf den Weg bringen. In diesem Sinne veranlasste House of Life e.V., dass die Pflegeeinrichtung House of Life regelmäßig ihre Türen für verschiedenste Veranstaltungen und Zusammenkünfte öffnete.

 

 

Zahlreiche Konzerte von Klassik bis zu den verschiedenen Genres der Rockmusik, von Pop, Folk, Gospel, A Capella Gesängen bis zu Jazzkonzerten mit hochkarätigen Vertretern der Free-Jazzszene, fanden großen Anklang im House of Life und wurden zur Tradition.

 

 

 

So haben große Namen wie Alexander von Schlippenbach, Heinz Sauer, Ernst-Ludwig Petrowsky, Pat Thomas, Christoph Winckel, Willi Kellers, Akira Ando, Thomas Borgmann, Joel Grip, Rudi Mahall, Oli Steidle, Henrik Walsdorff, Christof Thewes, Hartmut Oßwald und Jan Roder bei den Jazz- Abenden musikalisch mitgewirkt.

Legendär waren auch die Konzerte von Gordon Gatherer, Keith Tynes, Patch Adams oder Jocelyn B. Smith. Außerdem gab es viele Ausstellungen, zum Beispiel von Alexander Mattheis, von Günter Haxel, eine Vernissage mit den Lankwitzer Werkstätten, mit Bildern und Fotos von Melanie Kellner und Justin Melchor, sowie eine Finissage mit Bildern und Gedichten von Peter Glaser.

 

 

 

Überblick über einige der schönsten, vom Förderverein House of Life e.V. durchgeführten Aktionen und Projekte:                                             

 

„Café Bohne“ war das erste Projekt des Fördervereins und sicherlich eines der wichtigsten. Jeden Samstag und Sonntag öffnete das hauseigene Café Bohne nachmittags seine Tür. Zeitschenker*innen servieren Kaffee, Tee, Softdrinks sowie Kuchen und Snacks. Sie kümmern sich intensiv und liebevoll mit Gesprächen, Spielen und anderen Aufmerksamkeiten um ihre Gäste – die Bewohner*nnen und deren Besucher*innen.

 

 

 

 

Computerraum: Einmal die Woche leiteten Zeitschenker*innen die Bewohner*innen im Computerraum mit mehreren PCs an. Sie ermöglichen ihnen Surfen im Internet, Musik-Downloads, das Schreiben von Texten und E-Mails, und beantworten weitere Fragen.

Kulturelle Teilhabe: Mittels des Restkartenangebots, welches KulturLeben e.V. kostenlos vermittelte, begleiten Zeitschenker*innen Bewohner*innen zu Konzerten, Theateraufführungen und Sportveranstaltungen in ganz Berlin.

Freizeit im House of Life: Im Freizeitraum gab es Billard, Dart, Kicker und eine Wii-Konsole. Im Garten wurde mit den Bewohnern*innen zusammen ein Kräuter-Hochbeet und ein Naschgarten gepflegt. Mit Zeitschenker*innen konnten die Bewohner*innen gemeinsam Bilder gestalten, Holzformen und Mandalas bemalen, töpfern, aber auch regelmäßig an Spielen drinnen und draußen teilnehmen.

 

Fest der Inklusion: In enger Zusammenarbeit mit dem Verein mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V. fanden seit Jahren rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai zahlreiche Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderung im Zeichen der Inklusion statt – unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung.

Das „Fest der Inklusion“ war für und mit den Bewohner*innen des House of Life gedacht, sowie mit allen anderen, die gerne mitfeiern wollten. Außer jeder Menge Leckereien vom Grill gibt es im barrierefreien Garten dann mitreißende Live-Musik von Musiker*innen mit und ohne Behinderung.

 

 

Ein weiterer Höhepunkt in der von Aktion Mensch geförderten Veranstaltungsreihe war sicherlich das Jazzkonzert mit hochkarätigen Vertretern der Jazz- und Free-Jazzszene im House of Life. Ziel der Veranstaltung war es, mit bekannten Namen als Zugpferd stets Leute zu erreichen und anzusprechen, die sich nicht oder kaum mit dem Thema Inklusion befassen, und das House of Life als besonderen Veranstaltungsort weiter zu etablieren.

 

 

Fête de la Musique und SommerfestJedes Jahr zum Sommeranfang am 21. Juni, der kürzesten Nacht des Jahres, erklingt die „Fête de la Musique“. In die „Fête de la Musique“ eingebunden war traditionell gleichzeitig das Sommerfest des House of Life mit Essen, Trinken und Live-Musik sowie die Verleihung des „Prize of Life“. Der Prize of Life zeichnete Menschen aus, die herausragendes soziales Engagement zeigten und sich dem House of Life verbunden fühlten. Bekannte Preisträgerin des House of Life war die Bürgermeisterin Monika Herrmann.

Diese Veranstaltung trug dazu bei, den Kontakt zwischen Bewohner*innen des House of Life und Kiezbewohner*innen zu verstärken und somit Berührungsängste abzubauen bei einem geselligen und freudigen Tag, und wurde von Zeitschenker*innen, ehrenamtlichen Helfer*innen des Vereins House of Life e.V., gestaltet.

 

Kennenlern-Picknick: Ziel der Veranstaltung war es, Bewohner*innen und Freund*innen des House of Life zusammenzuführen und einen Raum für Begegnung zu schaffen. Der Förderverein brachte einmal im Jahr im Juli alle Menschen an einem Tisch im House of Life zusammen, das gemeinsame Essen lockert die Atmosphäre, regt das Gespräch an, bildet Brücken und erleichtert das Miteinander.

 

Dieses Bild stellt das Cover des Kalenders dar, und dient der Veranschaulichung des Kalenders.

 

 

 

Kalender: Seit Jahren war es in jedem Herbst zur guten Tradition geworden, dass die Vereine House of Life e.V. und mog61 e.V. eng zusammen kooperierten, um einen kreativen Kalender über die Pflegeeinrichtung House of Life bzw. ihre Bewohner*innen herauszubringen. Grundlegende Idee war, noch immer verbreiteten Vorurteilen gegenüber pflegebedürftigen jungen und älter gewordenen Erwachsenen entgegenzutreten.

 

 

 

 

 

Kiez Community: Sicherlich das umfangreichste und aufwändigste Projekt des Fördervereins war „Kiez Community“ – ein von der Aktion Mensch gefördertes Inklusionsprojekt des House of Life e.V. Ziel war es, im und um das House of Life herum ein lebendiges Netzwerk mit Nachbarn und anderen Organisationen zu schaffen und nachhaltig auszubauen. Ergänzt wurde es durch projektbezogene Mitarbeit von Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern. Hierfür wurden regelmäßige kulturelle Veranstaltungen im House of Life durchgeführt.

Schirmherr war Hans-Wilhelm Pollmann, AWO-Chef a.D., der mit seinem Engagement und seinem Vertrauen das Projekt unterstützte. Seit ihrem Start am 01.03.2015 hat Kiez Community mit Unterstützung vieler Verbündeter eine Menge Dinge angestoßen und durchgeführt wie zum Beispiel:

Netzwerkarbeit: Nachbarschaftliche Aktivitäten mit unter anderem Nachbarschaftshaus, Freiwilligen-Agentur, Mehrgenerationenhaus Gneisenaustraße, Tolerantes Kreuzberg, namu e.V. und mog 61 e.V.

 

Veranstaltungen: Regelmäßige Inklusionsveranstaltungen wie Konzerte, Tanzaufführungen und Feste im Veranstaltungssaal des House of Life.

Buchprojekt: Erstellung das Buches „Über die Grenzen“ mit Biographien von geflüchteten Menschen in Berlin und Bewohner*innen des House of Life.

Rikscha-Fahrten: Das Projekt in Zusammenarbeit mit Radeln ohne Alter e. V. gab den Bewohner*innen des House of Life die Möglichkeit, in einer speziell dafür angefertigten Rikscha durch den Kiez zu fahren.

 

 

Mobilitätswerkstatt: Aufbau und Betrieb einer mobilitätsfördernden mobilen Reparaturwerkstatt: Regelmäßige Unterstützung bei der Pflege, Wartung und Reparatur von mobilitätsfördernden Gefährten (Rollatoren, Rollstühle, Fahrräder).

 

 

Theatergruppe: Eine Theatergruppe wurde in das kulturelle Angebot des House of Life eingebunden. Die für alle frei zugängliche Gruppe traf sich bzw. übte wöchentlich.

 

 

 

Ukulele-Unterricht: Kostenlose Vermittlung von Grundlagenwissen des Ukulele-Spielens für Bewohner*innen des House of Life sowie für Anwohner*innen des Kiezes und darüber hinaus. Geprobt wurde wöchentlich bis zum jährlichen großen Auftritt vor einer breiten Öffentlichkeit. Ukulele Open Mic: Jeden zweiten Monat – am jeweils letzten Freitag – konnten Ukulele -Fans ihr Talent auf der Bühne des House of Life mit der Welt teilen.

Blasorchestergruppe: Ähnlich wie die Theatergruppe gehörte die Blasorchestergruppe „Fanfare Gertrude“  zum kulturellen Angebot im House of Life. Diese Gruppe traf sich wöchentlich zum Austausch und zum Üben. Sie war dabei für Be- und Anwohner*innen offen.

Kiez-Atlas: Aktive Mitwirkung bei der Erstellung eines Kiez-Atlas, der barrierefreie Angebote im Kiez auflistet. Kiez-Atlas ist das Inklusionsprojekt von „Der Paritätische Berlin“ und vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg.

Wohnumfeldverbesserung: Beteiligung an Umgestaltungsplänen der Bergmannstraße.

 

 

 

Fest der Nachbarn – European Neighbours’ Day: Grenzenloser Grillspaß beim Fruchtcocktail. Im House of Life wurden für Bewohner*innen sowie alle Nachbar*innen und Passant*innen im Zuge des Fests der Nachbarn Fruchtcocktails und Softdrinks angeboten. Der Nachmittag wurde zum gegenseitigen Kennenlernen genutzt. Durch das Abbauen von Berührungsängsten wollten wir für ein konstruktives Klima gegenseitiger Akzeptanz und des friedlichen Miteinanders im Kiez sorgen. Das Fest wurde außerdem mit den Kooperationspartnern des Projektes „Kiez Community“ im Sinne einer vielfältigen Vernetzungsstruktur im Kiez durchgeführt.

 

Kultur am Mittag: Das Projekt Kiez Community wurde wie geplant am 28. Februar 2018 abgeschlossen. In den folgenden Jahren führte das House of Life e.V.-Team mit ehrenamtlichen Helfer*innen und Zeitschenker*innen das Projekt „Kultur am Mittag“ durch. Wir möchten die Veranstalter*innen von Opern-, Theateraufführungen und Konzerten in Berlin dazu bewegen, neben den Abendterminen regelmäßig Vor- und Nachmittagsveranstaltungen anzubieten, sei es alternativ oder ergänzend zum laufenden Angebot.

Grundlegende Idee war dabei, Kulturinteressierten aller Altersgruppen – mit Focus auf Menschen mit Beeinträchtigungen – die Möglichkeit zu geben, am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade bei Menschen, die sich abgehängt und ausgeschlossen fühlen, möchten wir die Partizipationsmöglichkeiten an Musik und Kultur stärken.

Im Rahmen des von „Aktion Mensch“ geförderten Projektes Kultur am Mittag – Inklusive Teilhabe! wurde eine Kampagne begonnen, um ein barrierefreies Programmangebot durch Vor- und Nachmittagsvorstellungen zu fordern. Die meisten Kulturveranstaltungen (Konzerte, Theater, Opern etc.) finden traditionell am Abend statt. Für Menschen mit Behinderungen ist dann aber der Besuch aus verschiedenen Gründen oft nicht möglich.

 

 

Bücher: Das erste Buch, das der Förderverein herausgegeben hat, hieß „Sie sollen nicht vergessen werden“ – mit dem Untertitel “ Erzählungen aus einer unbekannten Welt“. Das Buch bewegte durch die Beschreibung des Lebens von einigen der nahezu 100 Menschen, die im House of Life lebten, weil sie zu jung sind für Altenheime und zu krank, um alleine zu leben.

Mit dem Buch „Farbe ins Leben bringen“ – mit dem Untertitel „Alltag im House of Life“- veröffentlichte der Förderverein House of Life e.V. bereits sein zweites Buch. In dem Buch kann man nun nachlesen, was es bedeutet, für und mit schwer erkrankten Menschen zu arbeiten und einen Teil des Alltags mit ihnen zu teilen. In dem Buch stehen diejenigen im Mittelpunkt, die im House of Life arbeiten und unterwegs sind: Hauptamtliche Pflegekräfte, Ehrenamtliche (Zeitschenker*innen genannt), anderweitig im Haus Engagierte und nicht zuletzt Angehörige.

Im dritten Band der Buchreihe, die der Förderverein House of Life e.V. nun herausbrachte, fanden sich nicht nur Interviews mit Bewohnern der einzigen Langzeitpflegeeinrichtung für jüngere Menschen. Auch Menschen, die hierher nach Deutschland geflüchtet sind, berichten darüber, was ihnen auf der Flucht widerfahren ist, wie sie in Deutschland aufgenommen wurden und wie sie die Gegenwart erleben.

 

 

Grabstätte: Das Konzept des House of Life war ja auch, Leute wieder fit zu machen und auf irgendeine Art und Weise wieder raus ins Leben zu bringen. Es kam leider auch vor, dass Leute im Haus starben. Ganz in der Nähe des House of Life pflegte der Förderverein eine Grabanlage auf dem Friedrichwerderschen Friedhof am Südstern, wo Bewohner*innen nach ihrem Tod würdevoll bestattet werden konnten, wenn sie keine Angehörigen hatten oder aber diese das wünschten. Ein Granitstein mit der Aufschrift: „House of Life – Sie sollen nicht vergessen werden“ erinnert an sie. So können Menschen, mit denen sie zusammengelebt haben und die um sie trauern, ihre Grab- oder Urnenstelle besuchen. Da viele von ihnen körperlich eingeschränkt sind, haben wir eine Bank vor dem Grab aufgestellt.

 

 

 

 

Kooperationspartnerschaften: 

Die verschiedenen geförderten Aktivitäten wurden zum Teil in enger Zusammenarbeit mit FSE (Bereitstellung der Räume und Teile der Infrastruktur), AWO Landesverband Berlin e.V. (fachliche Beratung), mit „namu – Art for Life Network e.V.“ und dem benachbarten Verein mog61 e.V. (gegenseitige Unterstützung, praktische Teilhabe an den Veranstaltungen, Einbindung in die Nachbarschaft) durchgeführt.

Dank anderer weiterer Organisationen und Einrichtungen, die sein Vorhaben als verlässliche Kooperationspartner*innen aktiv unterstützten, konnte der Förderverein House of Life e.V. zahlreiche Projekte erfolgreich umsetzen. Darunter Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Handiclapped Kultur Barrierefrei e.V., L-Werk und viele mehr.